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Im Jahr 1291 übernahm der Orden der Wilhelmiten den nahe der Stadtmauer an der Werra gelegene Zisterzienserinnenstift und blieb dort mit großen Auswirkungen auf das städtische Leben (u.a. Lateinschule) bis zur Reformation in Witzenhausen (1528). Nach der Säkularisierung wurde das Kloster Eigentum des Landesherrn und damit hessische Staatsdomäne, deren Verwaltung die erhaltenen Klostergebäude im Rahmen der landwirtschaftlichen Tätigkeit als Lagerplätze und Viehställe nutzte.
 
„Deutsche Kolonialschule“
Im Jahr 1898 ging die Domäne mit allen Gebäuden und Ländereien in den Besitz der „Vereinigung zur Errichtung einer deutschen evangelischen Kolonialschule“ über, die hier im Mai 1899 unter der Leitung von Ernst Albert Fabarius ihre Ausbildungsstätte, die sog. „Deutsche Kolonialschule“ gründete.
Nach NS-Diktatur und zweitem Weltkrieg wurde die Schule endgültig aufgelöst. Viele ihrer Studenten und Lehrer waren eng mit dem System verstrickt. Die  Gebäude dienten von 1957 – 1966 erst der Lehranstalt für tropische und subtropische Landwirtschaft, ab 1971 dann der in der neu gegründeten Gesamthochschule Kassel verankerten OE Internationale Agrarwirtschaft als Unterkunft.
Heute sind sie Teil der Universität Kassel und beherbergen den Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften.
Zu dem gesamten Komplex gehören neben den modernen Neubauten am Werradeich und dem 1905 errichteten heutigen Mensagebäude noch die ehemaligen Klosteranlagen, der sog. „Kaufunger Hof“ mit seinen Nebengebäuden sowie das ehemalige Stadtgefängnis.