Bärbel Hochschild:

Steinskulpturen im Klosterkeller unter der Mensa 2010
Ich bin 55 Jahre alt, Sozialpädagogin, lebe in Meißner-Germerode.
Vor 10 Jahren habe ich mit dem Steinbildhauern angefangen. Sei dem habe ich bei unterschiedlichen Künstler/innen gelernt: Lutz Kirchner, Monika Bodenmüller und Moritz Bormann.
Ich habe in verschiedenen Ausstellungen im Werra-Meißner-Kreis mitgewirkt, haupt-sächlich im Refektorium des Klosters Germerode.
Meine Kunst steht in meinem Garten, im Klostergarten Germerode und in einem letzten Garten.
Steine behauen, sie in eine Form zu hauen, ist für mich ein meditativer, kreativer Prozess, der je nach der persönlichen Situation, in der ich mich gerade befinde, anstrengend, beglückend, vorausahnend, langsam, schnell, wütend oder völlig entspannt sein kann. Und noch viel mehr.
Ich suche mir einen Stein aus, oder er mich ? Es steckt etwas in ihm und in mir. Die Form des fertigen Werkes ist in Ansätzen vorhanden, ich schäle sie in unendlich vielen Schlägen mit dem Spitzeisen und dem Hammer heraus.
Ich schlage alles darum herum weg! Meist vorsichtig, langsam, ich brauche Pausen, um neu hinzu schauen. Dann plötzlich sehe ich! Und die Schläge fallen gezielt und schnell. Ich weiß, wo ich hin will, habe ein Bild, der Prozess geht weiter, fängt von vorn an, ich brauche eine Denkpause, ich schäle meinen Stein…
Bis er für mich fertig ist ! Der Stein, die Form, der Prozess. Und sich ein Titel herauskristallisiert, der alles noch einmal zusammenfasst, wie z.B. „es ist vollbracht“.
Bärbel Hochschild, e-mail: bhochschild(at)web(dot)de


